
Tesla erwägt, seinen humanoiden Roboter Optimus einzusetzen, um die Cybercabs an Ladesäulen anzuschließen. Lars Moravy, bei Tesla für die Fahrzeugentwicklung verantwortlich, hat diese Möglichkeit in einem technischen Gespräch über das autonome Fahrzeug angesprochen. Es handelt sich um eine angedachte Anwendung, die bislang nicht als einsatzbereit dargestellt wird.
In einer von Munro Live veranstalteten Gesprächsrunde zur Technik des Cybercab erläuterte Moravy, warum Tesla an seinem autonomen Fahrzeug einen Ladeanschluss beibehält. So lasse sich die bestehende Infrastruktur weiter nutzen, während der Übergang zu stärker automatisierten Ladelösungen läuft. Auf diese Entwicklung angesprochen, fügte er hinzu: „Hoffentlich kann Optimus uns bald bei dieser Aufgabe helfen.“
Optimus als Ladehelfer für Cybercabs bis zur automatisierten Ladetechnik
Der angedachte Einsatz von Tesla Optimus betrifft einen physischen Handgriff: das Anschließen eines Fahrzeugs an eine Ladesäule. Diese Aufgabe ist vom autonomen Fahren zu trennen, das nicht alle für den Betrieb einer Flotte nötigen Arbeitsschritte unmittelbar abdeckt.
Der humanoide Roboter könnte damit als Bindeglied zwischen den Cybercabs und den bereits installierten Ladeeinrichtungen dienen. Eine solche Nutzung entspricht dem Zweck eines humanoiden Roboters, der mit einer für Menschen ausgelegten Infrastruktur umgehen kann.
Moravys Vorschlag fällt in eine Übergangsphase. Tesla arbeitet an einer weitergehenden Automatisierung der Ladeinfrastruktur, während das Cybercab einen Anschluss behält, der mit den bestehenden Anlagen kompatibel ist.
Der Einsatz von Optimus zum Anschließen der Cybercabs ist eine von Tesla angesprochene Möglichkeit, keine vorgeführte oder in einer Flotte eingesetzte Funktion.
Optimus-Akku: Kapazität zwischen 2,5 und 3 kWh genannt
Das technische Gespräch lieferte zudem einen Hinweis auf den Akku des humanoiden Roboters. Etwa in der 34. Minute des Videos beschrieb Robbie, Akku-Ingenieur bei Tesla, den Akku von Optimus als einzelnes Modul.
Er nannte eine ungefähre Kapazität zwischen 2,5 und 3 kWh, ohne diese Schätzung einer bestimmten Generation des Roboters zuzuordnen. Außerdem gab er an, der Akku sei nicht der größte Kostenfaktor von Optimus.
Diese Angaben fielen mündlich im Verlauf des technischen Gesprächs. Sie stellen keine Messung der Laufzeit des Roboters dar.
Tesla meldet Produktionsstart von Optimus in Fremont
Auf der Fertigungsseite hat Tesla kürzlich im Rahmen seiner Kommunikation zu den Ergebnissen des dritten Quartals mitgeteilt, dass die Produktion von Optimus auf den Großserienlinien in Fremont angelaufen sei.
Diese Ankündigung zur Fertigung ist von der angedachten Anwendung beim Laden der Cybercabs zu trennen. Der Produktionsstart bestätigt nicht, dass Optimus bei den autonomen Fahrzeugen eingesetzt wird.
In dem von Munro Live geführten Gespräch ging es außerdem um Wartung und Auslieferung der Fahrzeuge. Der Moderator skizzierte ein umfassenderes Szenario, in dem autonome Lkw, Fahrzeuge und Roboter gemeinsam Essen ausliefern. Dabei handelt es sich um Spekulation im Rahmen des Gesprächs, nicht um ein von Tesla angekündigtes Einsatzprogramm.