Unitree G1 weicht auf der CES Boxhieben aus – per LiDAR und Tiefenkamera, ohne selbst zuzuschlagen

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Humanoider Roboter Unitree G1 hantiert mit einer Pfanne vor einem Kochfeld auf einer Arbeitsplatte aus Holz
Der G1 verfügt über 23 Freiheitsgrade und analysiert Gesten mithilfe einer Tiefenkamera und eines 3D-LiDAR in Echtzeit. Foto: Unitree

Auf der CES 2026 in Las Vegas bot der chinesische Hersteller Unitree an seinem Stand eine ungewöhnliche Übung an: einen simulierten Boxkampf gegen seinen humanoiden Roboter G1. Ein Journalist von NeoZone hat sich darauf eingelassen und darüber berichtet. Mit einem echten Kampf hatte die Übung nichts zu tun. Es wurden keine Schläge ausgeteilt, die Inszenierung sollte vielmehr zeigen, wie die Maschine ihre Umgebung wahrnimmt und darauf reagiert.

Unitree G1: 1,32 Meter groß, 35 Kilogramm schwer

Der G1 ist 1,32 Meter groß und wiegt nach den vor Ort erhobenen Angaben 35 Kilogramm einschließlich Akku. Der Journalist beschreibt einen kompakten, massiven Körper, der während der Übung bemerkenswert stabil blieb. Die Standardversion verfügt laut den vorgestellten technischen Daten über 23 Freiheitsgrade, Gelenke in Industriequalität und permanenterregte Synchronmotoren.

Beim Preis nennt der Artikel von NeoZone für Europa je nach Konfiguration einen Einstiegspreis von rund 12.500 Euro zzgl. MwSt. Diese Zahl konnten wir nicht mit einem offiziellen Datenblatt abgleichen. Die tatsächlich bei Händlern verlangten Preise liegen deutlich höher: Siehe dazu unseren Vergleich deutscher Händler, in dem der G1 Anfang April 2026 zwischen 17.884 und 27.370 Euro angeboten wird.

Was die Boxdemonstration zeigte

Der G1 wich aus und machte kleine Schritte, ohne das Gleichgewicht zu verlieren, selbst als der Journalist einen etwas zu kräftigen Haken versuchte. Eine konkrete Bewegungsgeschwindigkeit wurde nicht genannt. Im Mittelpunkt der Übung stand die Wahrnehmung: Mithilfe einer Tiefenkamera, eines 3D-LiDAR (ein Sensor, der Entfernungen per Laser misst, um die Umgebung zu kartieren) und mehrerer weiterer Sensoren analysierte der Roboter die Bewegungen seines Gegenübers in Echtzeit. Je nach Position seines Partners wich er zurück oder rückte vor.

Die Übung war damit eher ein Beispiel für Mensch-Maschine-Interaktion als ein Kampf. Laut der Präsentation am Stand wollte Unitree einen humanoiden Roboter zeigen, der sich an einen ihm gegenüberstehenden Menschen anpassen kann, statt eine vorab programmierte Abfolge abzuspielen.

Grenzen der Vorführung

Der G1 ist nicht für den Boxring gebaut, und die Vorführung misst keine sportliche Leistung. Sie vermittelt einen Eindruck davon, wie reaktionsschnell und stabil der Roboter unter Messebedingungen gegenüber einem kooperativen Partner ist. Wer mehr erfahren möchte, wird auf die offizielle Website unitree.com verwiesen.

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