
BMW steigt auf die nächste Generation des humanoiden Roboters von Figure AI um. In seinem US-Werk in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina setzt der Autobauer laut eigenen Angaben nun Figure 03 in der Logistik ein. Die Maschinen ersetzen die Figure 02, die 2025 in einem Pilotprojekt im Karosseriebau im Einsatz waren.
Der Figure 03 übernimmt eine Aufgabe aus der Sequenzierung. Der Roboter sortiert Bauteile, die ungeordnet in großen Behältern ankommen, und legt sie auf einen Sequenzwagen. Dieser Wagen gelangt anschließend zu einer Sammelstelle, von wo ihn ein automatisierter Routenzug oder ein Transportroboter zu den Mitarbeitern bringt, die an der Linie die Montage übernehmen. BMW beschreibt die Tätigkeit als monoton, die den Beschäftigten abgenommen werden soll, und als gängigen Anwendungsfall in der Automobilproduktion mit, so der Hersteller, „Potenzial zur Weiterentwicklung und Skalierung“.
Unterschiede zwischen Figure 02 und Figure 03
Der Figure 03 wiegt 61 kg und ist 1,73 m groß. Figure AI hat den Körper mit weichen Komponenten ausgestattet: Teile des Kopfes, der Rumpf, die Arme und die Beine sind mit einem weichen Textil überzogen. Ziel ist nach Angaben des Unternehmens, die Zusammenarbeit mit Menschen sicherer zu machen, indem Verletzungen bei möglichen Kollisionen begrenzt werden.
Der Roboter lädt sich nun kabellos auf, was seine Verfügbarkeit erhöhen soll. Die angegebene Akkulaufzeit liegt bei etwa fünf Stunden am Stück pro Ladung. Die Hände wurden stark überarbeitet: Figure AI integriert taktile Sensoren und Kameras in den Handflächen, damit der Roboter Aufgaben präziser ausführen kann. Laut Brett Adcock, Gründer und Chef von Figure AI, verbessert sich dadurch die Fingerfertigkeit des Roboters. Zudem ermöglichen Audiofunktionen eine Sprachkommunikation mit der Maschine.
Ergebnisse des BMW-Pilotprojekts 2025
BMW hatte den Figure 02 bereits 2025 eingesetzt. Über einen Zeitraum von zehn Monaten wirkte der Roboter an der Produktion von mehr als 30.000 BMW X3 mit. Dabei positionierte er Karosserieteile für das Schweißen, eine Aufgabe, die sowohl Kraft als auch Präzision erfordert. Laut BMW hat das Pilotprojekt gezeigt, dass humanoide Roboter unter realen Produktionsbedingungen sicher eingesetzt werden können und dort präzise arbeiten.
Der Einsatz des Figure 03 ist Teil der digitalen Transformation des Standorts Spartanburg. Halle 52 wurde erweitert und umgebaut, um dort Antriebsvarianten des X3 sowie des künftigen elektrischen BMW iX5 zu fertigen.
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