Roboter gegen Ladendiebe: Baumarkt in Japan will Kunden in tote Winkel locken, zuvor senkte ein Tablet Verluste um 70 %

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Illustration: kleiner Roboter mit rundem Kopf, Sensoren und Lautsprechern, passend zu den gegen Ladendiebstahl getesteten Sprachsystemen
Der Versuch läuft einen Monat lang in dem Baumarkt in Takamatsu, in dem ein Tablet die Verluste vor zwei Jahren bereits um 70 % gesenkt hatte. © Robotique Store

In einem Baumarkt im japanischen Takamatsu hat ein Versuch der Universität Kagawa und der Präfekturpolizei begonnen. Fünf kleine Roboter mit Sprachansagen sollen Kunden in abgelegene Regalgänge locken und so die natürliche Überwachung gefährdeter Bereiche stärken.

Das Konzept beruht auf einer einfachen Idee: Dort, wo Ladendiebstahl am leichtesten fällt, sollen mehr Interaktionen und mehr Blicke stattfinden. Die Roboter wurden an fünf Stellen im Geschäft aufgestellt, unter anderem in wenig besuchten Gängen und toten Winkeln.

Roboter locken Kunden mit Sprachansagen

Die kleinen Geräte spielen Ansagen ab, die die Kunden zum Lächeln auffordern. Mit ihren Sprachansagen sollen sie Besucher in weniger frequentierte Bereiche lenken. Die Organisatoren wollen damit erreichen, dass sich dort mehr Kunden aufhalten und hinschauen, um Ladendiebstähle zu erschweren.

Früherer Test mit Tablet senkte Verluste um 70 %

Der Markt hatte bereits ein System getestet, das zum Lächeln animieren sollte. Zwei Jahre zuvor war dort ein Tablet aufgestellt worden, das die Kunden entsprechend aufforderte. Nach den für diesen Versuch berichteten Ergebnissen sank die Schadenssumme durch Ladendiebstahl damals um 70 %.

Der neue Test ist auf einen Monat angelegt. Er soll zeigen, wie wirksam kleine sprechende Roboter bei der Vorbeugung gegen Ladendiebstahl sind, ergänzend zu dem zuvor erprobten Ansatz mit dem Tablet.