Instadrone will Chinas Unitree G1 für Rettung und Industrie anpassen, vorgeführt wurden bisher Tanzschritte

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Illustration: generischer humanoider Roboter in industrieller Umgebung, passend zu den von Instadrone angepassten Rettungs- und Inspektionseinsätzen
Laut Futura kommt der G1 auf eine Akkulaufzeit von einer Stunde. Sein Preis liegt in der Regel unter 16.000 Euro und umfasst weder die Anpassung noch die Schulungen von Instadrone. © Robotique Store

In Béziers stellt das französische Unternehmen Instadrone einen humanoiden Roboter vom Typ Unitree G1 vor, der künftig bei Rettungs-, Sicherheits- und industriellen Inspektionseinsätzen zum Einsatz kommen soll. Der Ansatz beruht auf der Integration eines chinesischen Modells und einer Betreuung der Fachanwender vor Ort.

Instadrone aus dem Département Hérault ist auf professionelle Drohnen spezialisiert und weitet sein Geschäft nun auf die humanoide Robotik aus. Der erste Roboter des Unternehmens wurde im Mai 2026 öffentlich vorgestellt und basiert auf einer Plattform, die der chinesische Hersteller Unitree bereits verkauft. Das französische Unternehmen will die Maschine an die operativen Anforderungen von Industriebetrieben sowie von Feuerwehr- und Rettungsdiensten anpassen.

Unitree G1 aus China: Anpassung durch ein französisches Unternehmen

Bei dem von Instadrone vorgestellten Roboter handelt es sich um einen Unitree G1, einen in China gefertigten humanoiden Roboter, der weltweit in Forschungs- und Versuchsprojekten eingesetzt wird.

Bei einer Vorführung, über die Midi Libre am 20. Mai 2026 berichtete, zeigte der Roboter einige Tanzschritte und an Selbstverteidigung angelehnte Bewegungen. Diese Übungen veranschaulichen seine Beweglichkeit, sind aber keine Demonstration seiner künftigen professionellen Einsätze.

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Nach den von Futura veröffentlichten technischen Daten ist der G1 1,32 Meter groß und wiegt 35 Kilogramm. Zur Wahrnehmung seiner Umgebung verfügt er unter anderem über ein 3D-LiDAR und eine Tiefenkamera. Die angegebene Akkulaufzeit beträgt eine Stunde.

Futura nennt für dieses Modell einen Preis, der in der Regel unter 16.000 Euro liegt. Dieser Betrag bezieht sich auf den Roboter Unitree G1, nicht auf ein Komplettangebot von Instadrone mit Anpassung, Schulungen oder Betreuungsleistungen.

Geplante Einsatzbereiche: Rettungsdienste und Industrie

Instadrone will den G1 in seine bestehenden professionellen Lösungen einbinden, insbesondere in jene, die auf automatisierten DJI-Dock-Drohnen basieren. Ziel ist es, verschiedene robotische Systeme gemeinsam bei Überwachungs-, Inspektions- oder Sicherheitseinsätzen arbeiten zu lassen.

Geplant sind mehrere Anwendungen:

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  • Suche und Rettung: Einsatz des Roboters als ergänzendes Hilfsmittel bei Einsätzen vor Ort.
  • Branderkennung: Ausstattung mit speziellen Sensoren, die zur Erkennung von Gefahren beitragen sollen.
  • Industrielle Inspektion: Kontrollrundgänge in gewerblichen Anlagen.
  • Sicherheit: Einbindung des Roboters in bestehende Überwachungs- und Einsatzsysteme.

Diese Einsatzzwecke entsprechen den von Instadrone geplanten Aufgaben. Bei der öffentlichen Vorführung im Mai 2026 standen die Bewegungen des Roboters im Mittelpunkt, nicht ein realer Rettungseinsatz oder eine vollständige Industrieinspektion.

Instadrone als Integrator und Ansprechpartner für Unternehmen in Frankreich

Für französische Unternehmen, die sich für humanoide Roboter interessieren, liegt die Besonderheit von Instadrone in seiner Rolle als Integrator und lokaler Ansprechpartner.

Das Unternehmen bietet an, den chinesischen Roboter zusammen mit Support vor Ort und Schulungen zu vertreiben. Der Ansatz richtet sich vor allem an große französische Konzerne, die humanoide Robotik in ihrem Geschäft erproben wollen.

Instadrone baut also keinen neuen französischen humanoiden Roboter. Das Unternehmen kümmert sich vielmehr darum, den Unitree G1 an professionelle Anforderungen anzupassen und in ein Gesamtpaket technischer Lösungen einzubinden.

Für Käufer ist diese Unterscheidung wichtig: Der chinesische Hersteller liefert die Roboterplattform, das Unternehmen aus Béziers ist für Einsatz und Betreuung in Frankreich zuständig.

Datenübertragung nach China: Frage der digitalen Souveränität

Die chinesische Herkunft des G1 ist zudem ein Thema für französische Unternehmen, die ihn auf Industriegeländen oder im Sicherheitsbereich einsetzen wollen.

Laut Futura übermitteln Unitree-Roboter, ähnlich wie DJI-Drohnen, einen verschlüsselten Datenstrom an Server in China. Für Organisationen, die mit sensiblen Informationen arbeiten, ist das ein Punkt, der besondere Aufmerksamkeit verlangt.

Die Zusammenarbeit mit einem französischen Integrator ändert für sich genommen weder die Herkunft der Hardware noch ihre Kommunikationsarchitektur. Bei einem professionellen Einsatz sollten die Modalitäten der Datenübertragung und -verarbeitung daher mit Instadrone geklärt werden, vor allem wenn der Roboter in einer sensiblen Industrieumgebung arbeiten oder an Sicherheitseinsätzen teilnehmen soll.

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