AGIBOT fasst in Vietnam Fuß: Firmen und Hochschulen sollen Roboter mieten statt kaufen

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Eröffnungszeremonie der ersten vietnamesischen Konferenz zu verkörperter KI mit Verantwortlichen in Anzügen und aufgereihten weißen humanoiden Robotern auf der Bühne
Eröffnungszeremonie der ersten vietnamesischen Konferenz zu verkörperter KI, ausgerichtet am 2. Oktober in Hanoi von AGIBOT und dem NIC.

AGIBOT fasst in Vietnam Fuß. Am 2. Oktober hat der chinesische Hersteller in Hanoi die erste vietnamesische Konferenz zu verkörperter KI (Embodied AI) ausgerichtet, gemeinsam mit dem Nationalen Innovationszentrum Vietnams (NIC) und zwei lokalen Partnern, ECOLIV und Great Education. Nach Angaben von AGIBOT kamen mehr als 550 Teilnehmer: Vertreter des NIC, des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie, des Ministeriums für Bildung und Ausbildung und des Ministeriums für Industrie und Handel, Leiter von mehr als 50 Bildungseinrichtungen sowie Vertreter von mehr als 20 Forschungsinstituten.

Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Es fällt mit dem vietnamesischen Nationalen Innovationstag am 1. Oktober und dem Tag der Lernförderung am 2. Oktober zusammen.

Programm „Yuan Sheng“ für Bildung und Forschung in Vietnam

Am konkretesten ist der Teil der Ankündigung, der die Lehre betrifft. AGIBOT hat für Vietnam ein Programm namens „Yuan Sheng“ gestartet, das sich an Bildung und Forschung richtet. Laut Hersteller soll es Lehrplanentwicklung, gemeinsame Labore, Lehrerfortbildung, praktische Arbeit von Studierenden und Forschungsprojekte umfassen. Ziel sei es, Roboter mit verkörperter KI in das vietnamesische Bildungs- und Forschungssystem zu integrieren.

Während der Konferenz zeichnete das NIC AGIBOT mit einem Preis als Innovationspartner aus. Der Hersteller ehrte seinerseits bei einer Plakettenverleihung seine erste Gruppe von Ökosystempartnern in Vietnam.

Mietmodell RaaS soll die Einstiegskosten senken

Für die Industrie hat AGIBOT den Start eines RaaS-Modells (Robots-as-a-Service) angekündigt, also die Miete von Robotern statt ihres Kaufs. Laut Hersteller sollen Unternehmen, Hochschulen und andere Anwender Roboteranwendungen so flexibler einsetzen können. Dabei stützt sich das Modell auf das Servicenetz der lokalen Partner, um die anfängliche Einstiegshürde zu senken.

Die industrielle Einführung läuft über ECOLIV. Mit dem vietnamesischen Partner baut AGIBOT nach eigenen Angaben die operativen Kapazitäten vor Ort aus: Vertriebsexpansion, Projektabwicklung und Aufbau eines Kundendienstsystems.

Abel Deng, Präsident von AGIBOT für die Region Nahost und Asien-Pazifik, erklärte, Ziel sei es, große KI-Modelle, Roboterkörper und Ökosystem-Kompetenzen auf den vietnamesischen Markt zu bringen und verkörperte Intelligenz in mehreren Bereichen zu validieren: Bildung und Forschung, Dienstleistungen im Einzelhandel, Kulturtourismus und Hotellerie sowie industrielle Fertigung. Steve Chen, Geschäftsführer von ECOLIV, verwies seinerseits auf die Stärken Vietnams bei Fertigungsbasis, Fachkräften und Innovationspolitik.

Was gezeigt wurde und was offen bleibt

AGIBOT präsentierte vor Ort eine Reihe von Maschinen: humanoide Roboter, vierbeinige Roboter, Roboter auf Rädern sowie Lösungen für Bildung und Industrie. Zwei Modelle, der A3 und der X2, absolvierten eine Vorführung auf der Bühne. Wie autonom diese Vorführung ablief, gibt der Hersteller nicht an.

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