
AiMOGA Robotics, die Robotikmarke des chinesischen Autobauers Chery, stellt Mobo vor. Das Unternehmen bezeichnet ihn als seinen ersten humanoiden Roboter für Privatkunden, der zu Hause als Begleiter dienen soll. Laut der Mitteilung von AiMOGA erfolgen die Präsentation und der weltweite Start der Vorbestellungen auf dem Chery International User Summit, der vom 19. bis 23. Oktober 2026 in Wuhu stattfindet. Das Unternehmen kündigt den Start der Vorbestellungen an, nennt allerdings weder einen Preis noch einen Liefertermin.
Was Mobo im Haushalt leisten soll
Nach Angaben von AiMOGA basiert Mobo auf dem hauseigenen System MoAgent. Es soll komplexe Anweisungen interpretieren, in einzelne Schritte zerlegen und längere Aufgaben planen können, statt nur auf isolierte Befehle zu reagieren. Der Roboter kombiniert laut Hersteller räumliche Wahrnehmung mit multimodaler Interaktion: Er erkennt Objekte und verarbeitet Sprache, visuelle Informationen sowie den Gesprächskontext. Zudem soll er sich in einer Wohnung bewegen und dabei dynamischen Hindernissen ausweichen.
AiMOGA nennt ein Ganzkörper-Bewegungssystem mit 22 Freiheitsgraden, also 22 motorisierten Gelenken. Es ermögliche laut Mitteilung ausdrucksstarke Gesten, eine stabile Fortbewegung und Tanzeinlagen. Der Hersteller gibt außerdem an, Mobo sei darauf ausgelegt, sich Gewohnheiten und Vorlieben der Haushaltsmitglieder zu merken, wobei der Schutz der Privatsphäre bereits in der Konzeption berücksichtigt sei. Bei diesen Angaben handelt es sich um Herstellerbeschreibungen, nicht um unabhängige Messungen.
Vorführungen für öffentlichen Dienst, Handel und Haushalt
Mobo war nach Angaben von AiMOGA bereits auf der World Robot Conference und der World Manufacturing Convention zu sehen. Der Gipfel in Wuhu markiert laut der Marke seine offizielle weltweite Vorstellung, die mit dem Start der Vorbestellungen zusammenfällt.
Auf derselben Veranstaltung will AiMOGA ein breiteres Portfolio in Szenarien zeigen, die sich an realen Einsatzbereichen orientieren: Polizeiroboter für Streifendienst und Verkehrsregelung, Gesundheitsroboter, die Besucher an medizinischen Stationen leiten, das Modell Mornine für Livestreaming und kassenlosen Handel sowie den Vierbeiner Argos Pro für autonomes Folgen und den Lastentransport. Mobo soll dabei die Begleitung und Lernunterstützung im Haushalt veranschaulichen. Die Mitteilung bezeichnet das Folgen von Argos Pro als autonom, macht aber keine Angaben zum Autonomiegrad der übrigen Vorführungen.
Laut AiMOGA mehr als 3.000 ausgelieferte Einheiten
Die Marke stützt sich auf das Netzwerk für Forschung und Entwicklung im Automobilbereich von Chery, auf dessen Lieferkette, auf hochpräzise Umgebungswahrnehmung und auf das für Fahrzeuge entwickelte KI-Modell CheryMind. AiMOGA nennt mehr als 100 Anwendungsfälle, die von Autohäusern über den Handel bis zu öffentlichen Diensten, Verkehrsmanagement, Sicherheit, Bildung und Gesundheitswesen reichen.
Ebenfalls laut AiMOGA übersteigen die weltweit kumulierten Auslieferungen 3.000 Einheiten, bei Aktivitäten in mehr als 60 Ländern und Regionen. Mit Mobo weitet die Marke ihre Präsenz von gewerblichen Dienstleistungen auf den Verbrauchermarkt aus.