
In Südkorea haben fünf Schülerinnen aus Yeongcheon den Hauptpreis eines nationalen Robotikwettbewerbs gewonnen. Ihr Projekt dient der Überwachung von Kulturerbe und verbindet künstliche Intelligenz, öffentliche Daten und vernetzte Sensoren.
Am 29. Oktober 2026 veranstaltete der Robotik-Campus der Korea Polytechnics sein Robotik-Festival 2026. Unter den 15 Schülerteams aus verschiedenen Regionen des Landes erhielt das Team der Mädchenoberschule Seonhwa in Yeongcheon die höchste Auszeichnung des nationalen Wettbewerbs für Robotertechnik: den Preis des südkoreanischen Ministers für Beschäftigung und Arbeit.
KI-System mit IoT-Sensoren zur Überwachung von Kulturerbe
Das Yeongcheon Heritage AI Exploration Team, bestehend aus fünf Schülerinnen der Mädchenoberschule Seonhwa, stellte ein Projekt vor, das die Umweltrisiken überwachen soll, denen Kulturgüter ausgesetzt sind.
Das Konzept stützt sich auf öffentliche Daten und vernetzte Sensoren aus dem Internet der Dinge (IoT). Ziel ist es, die Umweltgefährdung von Kulturerbestätten zu bewerten. Grundlage dafür sind Informationen, die ein System mit integrierter künstlicher Intelligenz erfasst und auswertet.
Die Jury des Wettbewerbs hat diesen technischen Ansatz ausgezeichnet. Es handelt sich um ein im schulischen Rahmen vorgestelltes Projekt, nicht um die Ankündigung eines kommerziell erhältlichen Roboters.
Auch robotergestützter Minimarkt und Schließfächer mit Gesichtserkennung prämiert
Zwei weitere Teams von Oberschulen aus Yeongcheon erhielten Bronzemedaillen, und zwar für andere Anwendungen von Robotik und künstlicher Intelligenz.
- Ein intelligenter Minimarkt ohne Personal: Das Team der Yeongcheon-Oberschule entwickelte ein Projekt für automatisierten Handel auf Basis von Robotertechnik.
- Intelligente Schließfächer mit Gesichtserkennung: Ein Team der Mädchenoberschule Yeongcheon Seongnam stellte ein System vor, das Gesichter mithilfe künstlicher Intelligenz erkennt.
Die Auszeichnungen rücken drei technische Anwendungen in den Vordergrund: die Überwachung von Kulturerbe, die Automatisierung im Handel und die Zugangskontrolle per Gesichtserkennung.
Drei Unternehmen aus Robotik und Automatisierung treffen Studierende
Das Robotik-Festival 2026 beschränkte sich nicht auf den nationalen Schülerwettbewerb. Der Campus der Korea Polytechnics hatte zudem ein Treffen zu Berufsbildern und Stellenangeboten in den Branchen Robotik und Automatisierung organisiert.
Daran nahmen drei Unternehmen teil: Jimbo Robotics, FM Solution und SPG. Ihre Vertreter stellten ihre Technologien und Geschäftsfelder vor und erläuterten die Einstellungsbedingungen für die jeweiligen Stellen.
Die Studierenden konnten sich direkt mit den Fachleuten über den Arbeitsalltag in Unternehmen und über Bewerbungsverfahren austauschen.
Festival verbindet technische Fähigkeiten und kreatives Schreiben
Ein Aufsatzwettbewerb für Studierende der Korea Polytechnics ergänzte das Programm. Den höchsten Exzellenzpreis erhielt eine Studentin des Fachbereichs Robotik und Informatik für ihren Text mit dem Titel „Der Mensch, der keinen Regenschirm benutzt“.
Der Wettbewerb sollte die kreative Ausdrucksfähigkeit und die geisteswissenschaftliche Bildung der Studierenden würdigen, als Ergänzung zu ihren naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen.
Campusleiter Choi Mu-young betonte, wie wichtig es sei, ingenieurwissenschaftliche Fähigkeiten, Allgemeinbildung und die Anpassung an die Berufspraxis miteinander zu verbinden. Zudem kündigte er an, die Beziehungen zu Unternehmen ausbauen zu wollen, um den Studierenden den Berufseinstieg zu erleichtern.