
XYZ setzt seinen Baristaroboter Barisbrew künftig auch in der Gründungsbegleitung für Menschen mit Behinderung ein. Eine Vereinbarung mit der Hankyung National University soll Absolventen eines Ausbildungsprogramms dabei helfen, die Eröffnung eines eigenen Cafés vorzubereiten.
Das südkoreanische KI-Robotikunternehmen XYZ unter der Leitung von Hwang Sung-jae hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Zentrum zur Stärkung unternehmerischer Kompetenzen von Menschen mit Behinderung der Hankyung National University unterzeichnet. Die Zusammenarbeit knüpft an ein Ausbildungsprogramm an, in dem die Teilnehmenden lernen, ein Café mit Baristaroboter zu betreiben. Nun sollen sie über die Ausbildung hinaus begleitet werden, bis hin zur Vorbereitung einer eigenen Gründung.
Barisbrew übernimmt in der Ausbildung die Getränkezubereitung
XYZ hat seine Roboterlösung Barisbrew bereits an das Ausbildungszentrum auf dem Campus Pyeongtaek der Hankyung National University geliefert. Das System ist Teil des Programms „AI Robot Symbiosis Café“, in dem der Betrieb eines Cafés mit Personal und Roboter im Zusammenspiel vermittelt wird.
Die Teilnehmenden üben dabei die einzelnen Abläufe eines Cafébetriebs: Bestellannahme, Kassieren, Getränkezubereitung mit dem Roboter und Ausgabe der Bestellungen an die Gäste.
Der Baristaroboter übernimmt wiederkehrende Arbeitsschritte bei der Zubereitung der Getränke. Die künftigen Betreiber können ihren Betrieb so organisieren, dass sich die Aufgaben zwischen Roboter und eigener Arbeit aufteilen, je nach ihren Fähigkeiten und den geplanten Betriebsbedingungen.
Zudem hat XYZ eigene Mitarbeitende aus dem operativen Bereich eingesetzt, um die Bedienung des Roboters zu vermitteln und Erfahrungen aus dem Cafébetrieb weiterzugeben. Barisbrew wird also bereits in der Ausbildung eingesetzt, während die Integration in künftige kommerzielle Projekte der Absolventen Gegenstand der neuen Kooperation ist.
Gründungsbegleitung nach dem Programm AI Robot Symbiosis Café
Die zwischen XYZ und dem Universitätszentrum unterzeichnete Vereinbarung soll den Absolventen auch nach Programmende Zugang zu den technischen und kaufmännischen Kompetenzen verschaffen, die sie für eine Unternehmensgründung benötigen.
Die Kooperation sieht mehrere Arbeitsfelder vor:
- Begleitung der Absolventen des Programms AI Robot Symbiosis Café bei der Vorbereitung ihrer Gründung.
- Gemeinsame Nutzung von Infrastruktur und Fachwissen in den Bereichen Unternehmensgründung, Betriebsführung und Robotik.
- Aufbau einer dauerhaften Zusammenarbeit zur Förderung des Unternehmertums von Menschen mit Behinderung.
- Bündelung von Lehr- und Forschungsressourcen sowie Ausbau der Beratungsangebote.
Wie die Begleitung konkret aussehen soll und welche Maßnahmen umgesetzt werden, legen die beiden Partner gemeinsam fest.
Die Ausbildung beschränkt sich damit nicht mehr auf die Bedienung des Roboters. Die Absolventen sollen zudem ihre Kompetenzen in Betriebsführung, Kundenkontakt und der Erstellung von Businessplänen ausbauen können.
XYZ will Robotereinsatz und Cafégründung verbinden
Für XYZ erweitert die Zusammenarbeit das Einsatzfeld von Barisbrew. Das Unternehmen will seine technischen und betrieblichen Erfahrungen aus gewerblich genutzten Räumen einbringen, um Menschen zu begleiten, die in ihrem künftigen Betrieb einen Baristaroboter einsetzen wollen.
Song Ho-jin, Leiter der Robotiksparte von XYZ, betont, die Beherrschung der Technik müsse mit einem praktischen Verständnis für den Betrieb eines Geschäfts einhergehen. Das Unternehmen will den Absolventen daher das Wissen vermitteln, das sie brauchen, um Robotik in ihr Cafékonzept einzubinden.
Der Ansatz beruht auf einer angepassten Aufgabenteilung: Der Roboter übernimmt bestimmte Arbeitsschritte bei der Zubereitung, während die Gründer die Aufgaben in Betriebsführung, Organisation und Service behalten, die sie selbst übernehmen wollen.
Das Zentrum zur Stärkung unternehmerischer Kompetenzen von Menschen mit Behinderung der Hankyung-Universität bietet bereits Schulungen und Beratung für angehende Gründer sowie für Menschen an, die bereits ein eigenes Unternehmen aufgebaut haben. Gemeinsam mit XYZ will es Lehrmaterialien, Infrastruktur und Fachwissen weiterhin teilen, um die Absolventen auf dem Weg zur Unternehmensgründung zu begleiten.