Unitree-Aktie: Erst über 600 % Plus, dann 30 Milliarden Dollar Börsenwert verloren

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Gebäude mit Unitree-Schriftzug in einem städtischen Industriekomplex, umgeben von Grünflächen
Gebäude mit Unitree-Schriftzug in einem städtischen Industriekomplex, umgeben von Grünflächen. Foto: Windmemories / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der chinesische Hersteller Unitree hat eine turbulente erste Handelswoche hinter sich. Nach einem spektakulären Kurssprung beim Börsengang fiel die Aktie mehrere Tage in Folge und verlor fast die Hälfte ihres Werts, wie die Presse berichtet.

Unitree ist für seine vierbeinigen Laufroboter und humanoiden Roboter bekannt und ging in der Vorwoche am Star Market in Shanghai an die Börse. Die Emission war deutlich überzeichnet. Schon im frühen Handel schoss der Kurs um mehr als 600 % nach oben. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens stieg dadurch laut Presseberichten auf bis zu 66 Milliarden Dollar.

Unitree-Aktie: 30 Milliarden Dollar Börsenwert in wenigen Handelstagen verloren

Seit diesem Höchststand ist die Aktie wieder gefallen. Laut Presseberichten sank der Kurs von 884 Yuan (etwa 113 Euro) auf knapp 600 Yuan (etwa 77 Euro). Die Korrektur entspricht einem Verlust von rund 30 Milliarden Dollar an Börsenwert.

Die Kursbewegungen schüren Sorgen vor einer Blase und befeuern die Kritik am chinesischen Börsensystem, wie die Presse anmerkt. Der Kursverlauf gilt inzwischen eher als Zeichen eines überhitzten Marktes denn als Beleg für einen Aufschwung des chinesischen Technologiesektors. Ein in der Presse zitierter Experte meint, die Großaktionäre hätten von dem Börsengang profitiert, während das Risiko auf Privatanleger abgewälzt worden sei.

Sinkende Gewinne hinter der Euphorie um Unitree

Die Presse weist darauf hin, dass der Nettogewinn von Unitree in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 % gesunken ist. Das wirft laut Presseberichten die Frage auf, ob die Begeisterung für künstliche Intelligenz und Robotik den finanziellen Fundamentaldaten des Unternehmens vorausgeeilt ist.

In der Presse zitierte Analysten gehen davon aus, dass die Anleger weniger von den Geschäftszahlen des Unternehmens angezogen wurden als von einer vermeintlichen staatlichen Rückendeckung. Die Presse verweist auf ein verbreitetes Vertrauen darauf, dass der Staat Kleinanleger vor finanziellen Verlusten schützen werde. Hinzu komme, dass Leerverkäufe nicht möglich seien. Die Folge: Börsengänge, die als überbewertet gelten, stoßen kurzfristig auf wenig Gegenwind.

Zu den Verlierern zählen vor allem Kleinanleger. Erste von ihnen haben ihrem Ärger über die Verluste bereits im Internet Luft gemacht, berichtet die Presse. Unabhängig davon bleibt Unitree einer der weltweit führenden Hersteller von vierbeinigen und humanoiden Robotern und konkurriert unter anderem mit Boston Dynamics.

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